21 Okt. 2014

Hähnchenmast nach dem Privathof-Konzept

Das Wappentier der Massentierhaltung ist sicherlich das Huhn. Zigtausende von Tieren fristen ihr kurzes und langweiliges Leben in riesigen Ställen – so das ebenso gängige wie viel beklagte Bild in der Öffentlichkeit.

Gleichzeitig ist Hühnerfleisch die billigste Proteinquelle für Deutschlands Verbraucher. Ein 1.200 Gramm schweres Masthähnchen aus konventioneller Aufzucht bekommt man schon ab € 2,79. Die Biovariante dagegen ist höchstens für eine kleine Minderheit erschwinglich: mit Preisen zwischen € 10,- und € 15,- pro Kilo.

Zusammen mit dem Deutschen Tierschutzbund hat die Firma Wiesenhof, unter wissenschaftlicher Begleitung der Ludwig-Maximilians-Universität München, das „Privathof-Programm“ ins Leben gerufen. In speziell zertifizierten Ställen haben Masthähnchen mehr Platz, mehr Komfort und mehr Zeit zu wachsen.

Wir haben einen Privathof-Stall besucht und zeigen wie es dort ausschaut. Über Hintergründe und Rahmenbedingungen des Programms sprachen wir außerdem mit dem zuständigen Wiesenhof-Manager Dr. Josef Bachmeier und dem Landwirt Anton Pirzer.

Mast konventionell Kleinbetrieb Bayern

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3 Responses to Hähnchenmast nach dem Privathof-Konzept
  1. Okay, die Tiere leben 10 Tage (!) länger, dürfen „ab einem gewissen Alter“ in den Wintergarten, wo sie von der realen Umwelt (Insekten!) abgeschottet werden.
    Werden Sie dann auch totgestreichelt? Natürlich nicht, es erfolgt immer noch der Massenmord in „effizienter“ Tötungsmaschinerie. 300 Millionen nur bei Wiesenhof. Davon nur ca. 3% im System „Privathof“, der überwiegende „Rest“ immer noch in der bekannten Tierquälerei. Soviel zum „Tierwohl“. Und da feiert dies der Tierschutzbund als großen Erfolg und prangt damit auf den Trikots von Werder Bremen. Eine Mogelpackung sondergleichen. Da könnte man auch ISIS feiern, weil sie bei 3% ihrer hingerichteten Opfer schärfere Klingen verwenden …

  2. […] verdient hätten. Doch die fristen ein Dasein in noch kleineren Nischen, als das Bio-Fleisch: Privathof-Hähnchen überspringen nicht einmal die 0,5 %-Hürde. Und der Marktanteil des „Aktivstalls für Schweine“ […]


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