21 Juni 2014

Moderne Milchviehhaltung mit 270 Kühen

Die Familie Hofmann bewirtschaftet in zweiter Generation einen Milchviehbetrieb in Mittelhessen. Mit 270 Kühen ist der Tierbestand deutlich größer als der des deutschen Durchschnittsbetriebes mit 60 Tieren. In den vergangenen 20 Jahren hatten die Hofmanns drei 100.000-Liter-Kühe in ihrem Bestand. Schon eine Milchkuh mit dieser Lebensleistung ist eine Ausnahme – gleich drei aber eine echte Seltenheit! Die Hofmanns müssen also wohl Einiges richtig machen und deshalb wollten wir mit ihnen sprechen..

Wir schauen bei den Färsen im Nachzuchtstall rein, bei den Kälbern erfahren wir, warum sie zunächst in Einzel-Iglus gehalten werden und dann in  die Gruppenhaltung wechseln. Und natürlich geht es um die laktierenden Milchkühe im Freilaufstall und auf der Weide. Reinhold und Heiko Hofmann erzählen, wie ihre Arbeitsteilung im Betrieb aussieht und berichten von ihrem  Zeitaufwand allein fürs Melken. Denn Melken ist schließlich das zentrale Thema in der Milchviehhaltung! Deshalb haben wir auch eine Kuhgruppe ins Melkkarussell begleitet und bei jedem einzelnen Arbeitsschritt, der beim fachgerechten Melken nötig ist, zugesehen.

[zum Anfang]
67 Responses to Moderne Milchviehhaltung mit 270 Kühen
  1. Stiftung Lebenshof 6. Juli 2014 um 9:58 Antworten

    Diese 100.000 Liter Kühe erzielen diese Leistung aber nicht, weil sie ihr natürliches Lebensalter von ca. 20 Jahren erreichen und die Milch aus Grundfutter geben, sondern weil aus absolut überzüchteten Tieren das letzte rausgepresst wird, was letztlich auch weniger wirtschaftlich ist im Vergleich zu einem Low-Input_Verfahren. Artgerecht wäre Weidehaltung für alle Rinder und den Kühen die Hörner zu belassen und vor allem die Kälber bei den Müttern aufwachsen zu lassen. Was hier als besonders erwähnt wird, die ersten Tage Muttermilch den Kälbern zu füttern, ist ja ein Witz, denn das ist gesetzlich vorgeschrieben, da Biestmilch nicht abgeliefert werden darf. Fazit: die durchschniittliche Milchleistung sagt weniger üner die Qualität eines Betriebes aus im Vergleich zu Herdendurchschnittsalter und z.B. jährlich auftretenden Labmagenverdrehungen, Zellzahlen und Menge eingesetzter Antibiotika bei Euterentzündungen.

    • Wen in der Natur die Tiere so alt werden, warum reproduzieren sich die Tiere dann jährlich. Eine 20jährige Kuh braucht nur 2 Nachkommen (männl, weibl)? Beim SchweIn ist es noch gravierender (10 Nachkommen im Jahr) der Folge würden die Tier in der Natur entweder immer mehr oder das durchschnittliche Alter wes erreicht wird ist doch nicht so hoch…

      • Stiftung Lebenshof 6. Juli 2014 um 10:39 Antworten

        das unterscheidet Ku(h)ltur von Natur. In der Natur erfolgt Bestandsregulierung durch Fressfeinde, Krankheit und Hunger, insofern war mit „natürliches“ Lebensalter das biologisch Erreichbare gemeint und nicht das Durchschnittsalter von Wildrindern.

        • Matthias Ludwig 6. Juli 2014 um 11:38

          Richtig, und in der Nutztierhaltung des Menschen wird versucht die Faktoren Hunger, Krankheit und Fressfeinde so gering wie möglich zu halten. unter anderem in dem man dem Tier (nach seinen Ansprüchen) die bestmöglichen Bedingungen schafft. Nur lassen sich Faktoren Krankheit und Fruchtbarkeit nie komplett ausschließen. Viele Kühe die den landwirtschaftlichen Betrieb verlassen könnten sicher auch noch ein langes erfülltes Leben führen, aber es sind halt Nutztiere und werden zur Fleischgewinnung genutzt.

        • Stiftung Lebenshof 6. Juli 2014 um 11:49

          falsch, der Aspekt der Nebenleistung Fleisch ist bei einer Hochleistungsnutzkuh zu vernachlässigen oder einfacher: als Schlachtkuh bringt eine Milchkuh dasselbe ob sie mit 5 Jahren vom Hof geht oder mit 15 jahren, jedes weitere Nutzungsjahr erhöht die Wirtschaftlichkeit und ist ein Indiz für Tierwohl, denn nur Kühe die dauerhaft z:b. über 10 Laktationen ihre Leistung bringen sind evtl. artgerecht gehalten.

        • Matthias Ludwig 6. Juli 2014 um 12:12

          Sicher wird eine Kuh mit steigendem Alter wirtschaftlicher, deswegen wird ja auch alles daran gelegt die Kühe die Kühe länger zu nutzen. Aber es ist halt abzuwegen wann eine jüngere Kuh mehr Nutzen bringt als die alte. Dabei spielen auch Faktoren wie zB der Zuchtfortschritt eine Rolle. Und der Schlachterlös spielt sehr wohl auch eine Rolle. Selbst für Schwarzbunte Kühe werden durchaus 1000€ bezahlt. Demgegenüber stehen ca 1300€ welche man für ein abgekalbtes Jungrind beim Verkauf bekommt. Und bei uns wird ja auch nicht davon ausgegangen das ein Rentner nicht mehr arbeitet weil er nicht artgerecht gehalten wurde.

        • Stiftung Lebenshof 6. Juli 2014 um 12:22

          „alles dran gelegt, die Kühe länger zu nutzen“ ? Hä??? In den letzen 20 Jahren ist das Abgangsalter permanent weiter gesunken, ein Ende ist nicht in Sicht und das obwohl angeblich immer mehr moderne tierfreundliche Laufställe gebaut wurden. Und den 300 € Mehrerlös beim Jundrindverkauf stehen 1800 € Aufzuchtkosten entgegen die in den Sand gesetzt wurden = Milchbauernrechnung=Milchmädchenrechnung.

        • hallo lebenshof,eine frage warum seid ihr gegen enthornen aber kastriert eure ziegenböcke ?? durch die kastration steigt doch die gefahr einer harnsteinbildung die dann sogar zum tode führen kann.im juni mußtet ihr dann sogar ein tier erlösen.kastration ist genauso ein vergehn am tier wie das enthornen,und eure aussage das die die tiere sich sonst ungewollt vermehren würden ist doch wohl sehr mau.man kann männliche und weibliche tiere trennen.ein enthorntes rind hat eine genauso hohe lebenserwartung wie ein nicht enthorntes.

        • Stiftung Lebenshof 6. Juli 2014 um 13:12

          in der Tat ist Kastration ein schwerwiegender Eingriff und durch aus gerade bei Ziegen kritisch, jedoch lassen sich Böcke alter Rassen NICHT zusammen in Gruppen halten, sie bringen sich gegenseitig um und auch die Vermittlung von Böcken an Ziegenfreunde ist wegen Geruch und Charakter schwierig, wir haben ja ein paar an Jugendfarmen u.a. pädagogische Zwecke abgegeben. Mit den Hörnern ist das grundlegend anders, es besteht keine halterische Notwendigkeit für das Enthornen, sondern es sind nur wirtschaftliche Gründe wie breitere Laufwege in den Ställen. Viele Demeter Bauern zeigen hindoch, dass sich behornte Tiere erfolgreich und einfach halten lassen. Also leiten wir unsere Forderungen am Tierschutzgesetz ab und an dessen Grundsatz „ohne vernüftigen Grund“ keinem Tier Leid zufügen zu dürfen. Enthornen zählt bei uns nicht zu einem solchen vernünftigen Grund, Kastration jedoch schon. PS: Unser Kastrat ist vermutlich nicht an einem Harnstein gestorben sondern an einem Ödem infolge Trauma am Harnweg, vermutlich hat ihn unser Bock blöd erwischt.

        • Unsere Kühe haben Weidegang auf 2 – 3 ha großen Parzellen. Zur Zeit sind da rund 50 Kühe unterwegs. Diesen Platz kann auch ein Demeter Stall nicht bieten und selbst bei diesem Platz-angebot kommt es zu Rangeleien. Diese sind nicht das Ergebnis nicht artgerechter Haltung, sondern sind einfach der Kommunikation. Nicht jeder Kopfschwung soll deswegen heißen: „ich schlitze dir die Bauchdecke auf“ oder „ich haue dir das Euter blutig“ aber das können die Folgen sein. Warum das Risiko eingehen? Auch auf Demeter und anderen Betrieben mit behornten Tieren gibt es solche Unfälle.
          Übrigens steht die durchschnittliche Herdenleistung in keinem Zusammenhang mit möglichen Labmagenverdrehungen…

        • Brigitta Blume 6. Juli 2014 um 14:56

          Vielleicht kann man ja die Ziegen auch bei den Ziegen besprechen. Meine Bockherde ist ausgesprochen ruhig, da gibt es weniger agonistische Verhaltensweisen als bei den Damen.

        • Sehr wichtig ist der kleine Nachsatz: “ steht die durchschnittliche Herdenleistung in keinem Zusammenhang mit möglichen Labmagenverdrehungen“…denn genau so ist es, alles eine Frage des Managements

        • Koennte es sein, das Kuehe in Anbindestaellen laenger gelebt haben?

        • Stiftung Lebenshof 11. Juli 2014 um 10:49

          ja aber das lag nicht an der Anbindung, sondern an der geringeren Leistung

        • Brigitta Blume 6. Juli 2014 um 15:35

          Das stimmt so heute nicht mehr, eben deswegen gibt es ja so viele frühabgänge. Die Jahresmilchleistung und die Lebensmilchleistung sind negativ korreliert. Eine 17.000l-Kuh zwei Jahre zu melken, und dann zum Schlachter zu geben ist heute gerade wegen der Kälberproblematik (viel Arbeit, kein Geld, will keiner haben!) für viele Betriebe wirtschaftlicher, als drei 6000l-Kühe (sowieso) oder eine Kuh, die die 34.000l in 5 oder 6 Laktationen bringt, und dabei 5 oder 6 überflüssige Kälber produziert.

        • Stiftung Lebenshof 6. Juli 2014 um 17:44

          es gibt keine einzige Statistik die belegen würde, dass es auf Demeter Betrieben oder anderen mit behornten Kühen mehr Verletzungen durch Hörner gibt, stumpfe Traumata durch Kopfstösse sind für Euter und Mensch genauso gefährlich. Und selbstverständlich stimmt die Wirtschaftlichkeitsrechnung zu Lebensleistungkühen immer noch, selbst wenn man HF nimmt, bei Zweinutzuungsrassen wie Fleckvieh stimmts allemal, vor allem, was zu erwarten ist, wenn der Milchpreis wieder absinkt und die Zukaufsfuttermittel mit Soja etc. wieder teurer werden. Die günstigste Methode Milch zu produzieren ist und bleibt von der eigenen Weide ohne Kraftfutter.

        • Brigitta Blume 6. Juli 2014 um 18:56

          Sorry, aber das stimmt so einfach nicht. Ich weiß nicht, aus welcher Zeit Deine Zahlen stammen, aber sicher nicht aus einer Zeit und Gegend mit bis zu 1200 Euro Pachtpreisen, Konkurrenz zu BGA , Spritpreisen in Höhe des dreifachen von anno dunnemals und eben: Kühen, die bist zu 20.000l geben.
          Solche Rechnungen funktionieren in Neuseeland, mit über 90% Export, oder in Irland, mit bist zu 1000% Überproduktion bei Milchfetten, aber ich kenne keinen Betrieb, der zwei Kühe halten kann, wo jetzt eine steht, und damit Gewinn macht. Genau genommen kenne ich nicht mal einen, der bei der Planung eines größeren oder gar doppelt so großen Stalles für Deine Idee nicht sofort eine BI am Hals hätte.
          Wenn Du jeweils eine Kuh rechnest, DANN kostet Dich der EINZELNE Liter Milch vielleicht ein paar cent weniger. Aber Du willst den Leuten ja nun nicht die Hälfte des Einkommens streichen, oder?

        • Stiftung Lebenshof 6. Juli 2014 um 19:31

          solange Du keine Daten nennst oder selbst eine plausible Rechnung darstellst, steht hier Aussage gegen Aussage und die Milchbauern können es sich selber ausrechnen, sollten aber nicht darauf setzen, dass der Steuerzahler noch sehr lange gewillt ist, tierquälerische Rinderhaltung mit Agrarsubventionen zu bezahlen. Die Fachpresse greift ja auch hin und wieder die Low-Input verfahren auf, die besonders in Grünlandregionen attraktiv sind und genau dorthin wird sich logischerweise langfristig die Milchproduktion auf wieder zurückziehen. Das Einkommen der Landwirte sollte hingegen steigen, je artgerechter Tier gehalten werden und je mehr Umwelt geschont wird. Weg von Flächensubventionen hin zu bedingungslosem Grundeinkommen für aktive Landwirte und vor allem Importsteuer auf Futtermittel und Stickstoff/Lachgassteuer sowie Pestizidabgaben werden das schon bald regeln.

        • Genau in diesen Gegenden wird es bald nur noch Kuhbetriebe geben, in denen die Kuehe in geschlossenen Staellen mit mechanischer Lueftung und Abluftreinigungsanlage ausgestattet sind. Nicht moeglich? Dann mal nachlesen was unsere Bundesregierung unter dem Stichwort „Reduzierung von Stickstoffemissionen“ in EU ratifiziert hat …

        • „Bedingungsloses Grundeinkommen für Landwirte“…wo leben wir denn…wir hier im Münsterland sind extremst flächenknapp und ich kann nur einen vernünftigen Deckungsbeitrag pro Kuh erwirtschaften wenn ich möglichst viel Milch pro ha LN und Kuhplatz melke. Wenn ich es dabei noch schaffe Tierarztkosten pro Kuh und Jahr bei um die 50 Euro zu halten bei ner Remontierung von 25 %und dementsprechend wenig Jungvieh zur Nachzucht vorzuhalten dann hätte ich gerne mal die Rechnung wie ich bei 14 ha Dauergrünland verteilt auf bis zu 5km Hof Feld Entfernung und 4 ha direkt am Stall irgendwie mit Weidehaltung Geld verdienen soll. Es ist eine verdammte Ideologie zu glauben dass Kühe auf der Weide weniger krank werden oder grundsätzlich älter werden.Die Kuh, welche in 5 Jahren ihre 50000 kg produziert kann auf den meisten intensiven Standorten nur rentabler sein als diejenige die es in 8 Jahren schafft. Wenn man es dann noch hin bekommt das Lebensalter der Kuh zu steigern ist die Rechnung perfekt.
          Und wenn Du, Guest, dann schon wieder, weil Argumente fehlen von „tierquälerischer Haltung“ sprichst und von Agrarsubventionen, die in der Regel durchgereicht werden zum Verpächter und indirekt auch zum Verbraucher, dann spricht das für dein jämmerliches Argumentationspotenzial

        • Pro Kuh gesehen kann die Fuetterung auf der eigenen Weide guenstig sein, pro Liter Milch ist sie es eindeutig nicht.

        • Stiftung Lebenshof 11. Juli 2014 um 10:43

          nicht einfach was behaupten, sondern vorrechnen bitte! Milch von der Weide hat nämlich nahezu keine variablen Kosten!

        • Warum hat die Milch von der Weide keine variablen Kosten? Wie soll ich mir Ihre utopische Milchviehhaltung vorstellen, Kühe im Frühjahr raus, im Herbst rein, keine Pflege und Düngung des Grünlandes, keine Zäune, keine Zufütterung im Stall (den ich ja auch benötige und bei dem sowohl Fest- als auch variable Kosten anfallen), womit versorge ich die Kühe in den Wintermonaten? Heu? Die variablen Kosten davon sind extrem hoch (https://www.stmelf.bayern.de/idb/bodenheu.html). Ich komme mit Ihrer Vorstellung der Haltungsform von Milchkühen über ein ganzes Kalenderjahr nicht ganz klar, wäre interessant wenn sie die nochmal beschreiben könnten.

        • Dann werden also Kuehe auf Oekobetrieben nicht artgerecht gehalten?

        • Stiftung Lebenshof 11. Juli 2014 um 10:45

          artgerechte Haltung gibt es sowieso nicht, sondern es geht um Tierwohl und wie auf unseren Comments auf den facebook Seiten von Bioland und Demeter immer wieder geschrieben haben auch Biobetriebe zum Teil erhebliche Defizite bei Tierwohl. Man denke nur dass Bioland entgegen der EU BIO VO weiter systematisch enthornt.

        • Dann ist also die Kultur besser als die Natur, den in der Kultur werden die Tiere, dank weniger Fressfeinden, weniger Krankheit und auch weniger Hunger, aelter!

        • Stiftung Lebenshof 11. Juli 2014 um 10:48

          aus menschlicher Sicht ist Kultur immer besser, besonders wenn es einen fairen „Deal“ zwischen Kuh und Mensch gibt. Futter, Stall, Tierarzt gegen Milch und Fleisch. Dagegen spricht zunächst nichts, aber heute ist es leider völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Eine Kuh ist kein Wesen mehr, sondern ein Produktionsfaktor auf den versucht wird, einen Wachstumszwang abzuwälzen. Nichts in der Natur wächst endlos und daran wird unsere sogenannte „moderne“ Landwirtschaft demnächst scheitern.

    • Wenn ich richtig informiert bin, ist das Durchschnittsalter der Kuehe auf Oekobetrieben auch nicht hoeher als auf normalen Kuhbetrieben.

      • Stiftung Lebenshof 11. Juli 2014 um 10:42 Antworten

        doch Milchkühe im Schnitt 5,9 Jahre anstatt 4,8 bei Konv.

        • Mirjam Lechner 14. Juli 2014 um 18:36

          Bitte eine Quelle für die Behauptung?

        • Stiftung Lebenshof 14. Juli 2014 um 20:39

          lkv mlp Bericht 2011 bawü konv, Abgang Schnitt 4,9 (seite 63) Bio 5,7 (Seite 35) unter http://www.lkvbw.de

        • Mirjam Lechner 15. Juli 2014 um 7:55

          Unglaublich länger. oder? Und – auch gesünder? Artgerechter gehaltern? Bei der Ausnahmeregelung für Klein-Ökobetriebe die Tiere angebunden halten zu können? Ich habe keine Studie gefunden, die belegt (sei es die große Status Quo Präsentation von Sundrum 2004 zur Tiergesundheit im Öko-Landbau) noch hier, aus der hervorgeht, dass Öko „besonders“ alte Rassen einsetzt noch das sie vs Hygiene, Tiergesundheit im Schnitt „besser“ wären: http://www.oekolandbau.nrw.de/fachinfo/tierhaltung/milchkuehe/lz_27_2012-1_juergen_beckhoff_studie_tiergesundheit_oekokuehe.php

        • Stiftung Lebenshof 15. Juli 2014 um 9:26

          die Analyse der Abgangsursachen konv öko gibt doch eindeutig Aufschlüsse

        • Mirjam Lechner 15. Juli 2014 um 11:01

          Ja, und? Wie verrechnen? Fundamentprobleme haben welche Verrechnungsnote gegen Mastiten, wenn 44 %? der Kühe aus den Screenings NRW bei Öko Mastitis hatten? Es geht auch – meine Meinung – um Lebensmittelsicherheit. Nein ich bin kein HF-Fan, ich bin überzeugter FV-Fan und ich bin sehr gespannt, wie der Trend in den nächsten Jahren sich entwickeln wird.

        • Stiftung Lebenshof 15. Juli 2014 um 14:44

          wir trinken und verkaufen Vorzugsmilch von einem Biobetrieb mit muttergebundener Kälberaufzucht, behornten BV Tieren, eigenem Stier, Fütterung ohne Kraftfutter und Silagen und damit liegen wir gesundheitlich und tierethisch unerreichbar vorn. Das weisse Industriewasser das die oben vorgestellten HF von sich geben, soll kaufen wer will, am besten die Chinesen, die vertragen es so oder so nicht. ich habe auch nix gegen behorntes grundfutterbetontes Bio-Fleckvieh mit Weidegang und muttergebundener Kälberaufzucht, wie es meine anderen Kollegen hier in der Nähe machen, ebenfalls kraftfutterfrei!

        • Mirjam Lechner 16. Juli 2014 um 17:38

          Sie nehmen EIN Beispiel heraus als Vorbild, ich rede von den Schnittwerten. Und die restlichen 10,5 Mio Baden-Württembergern, von denen reden wir nicht. Und vor allem – sie wollen die (finde sie schmeckt auch besser) Vollfettmilch nicht, im Gegenteil – wo kommen die ganzen 1,5 % und 0,7 % Fett-Produkte in den Regalen her. @ Öko/kraftfutterfreie Fütterung – ja das ist es doch was Sundrum & Co. vs Tierwohl beschreiben – das hier vor allem Öko-Kühe Energie UNTERversorgt sind und dann eben von einer anderen Seite her die Stoffwechselprobleme bekommen.

        • Stiftung Lebenshof 16. Juli 2014 um 20:34

          sorry die Aussagen sind vollkommener Quatsch! Wenn Ökokühe chronisch energeiunterversorgt wären, würden sie kaum 15 Jahre alt werden und 12 Kälber bekommen. Tut mir leid, auf diesem besserwisserischen Niveau ohne konkrete Daten zu nennen macht eine weitere Diskussion überhaupt keinen Sinn. http://www.fibl.org/de/medien/medienarchiv/medienmitteilung/article/es-geht-auch-mit-weniger-kraftfutter.html

        • Mirjam Lechner 16. Juli 2014 um 21:18

          Ich hatte die Daten schon herausgesucht – wenn Sie mich hier schon beschimpfen http://www.oekolandbau.nrw.de/fachinfo/tierhaltung/milchkuehe/lz_27_2012-1_juergen_beckhoff_studie_tiergesundheit_oekokuehe.php ((…)Dagegen war ein Energiemangel in der frühen Laktationsphase ein
          häufiges Problem. Der Anteil der Kühe mit Verdacht auf
          Energiemangel lag in der Frühlaktation bei 100 Laktationstagen im
          ersten Untersuchungsjahr bei über 15 %. Gründe für den Energiemangel
          waren zu geringe Energiedichte im Futter, eine zu geringe
          Futteraufnahme, die nach dem Kalben üblich ist, und eine zu
          energiereiche Fütterung während der Trockenstehphase.“(…) @ und Sie schrieben KEIN Kraftfutter, in IHREM Link – steht nur „wenig“ Kraftfutter.

        • Stiftung Lebenshof 16. Juli 2014 um 21:58

          das bestätigt doch wiederum genau meine Aussage, man kann nicht einfach konv. HF aus KB mit Topvererbern in Bioställe stellen, weil man sie nicht ausfüttern kann. Die meisten am FIBL Versuch teilnehmenden Betriebe züchten seit Jahren auf Lebensleistung. mit „kein Kraftfutter“ meine ich standardmässig keines, zwei Betriebe hier füttern tatsächlich gar nichts und einer noch 10% der Menge vorher und als Demeter in Grünlandregion war das eh nicht viel. Man darf nichts durcheinanderbringen, viele Biomilchviehbetriebe unterscheiden sich von Konv. nur in der Futterqualität, eben bio statt konv., haben aber diesselben Rassen, dieselben KB Bullen, diesselbe Ration und auch die ähnliche Leistung. Von solchen Betrieben spreche ich nicht, und wenn man solche zu einer Studie heranzieht wie Beckhoff dann kann auch nix Gescheites dabei rauskommen.

        • Mirjam Lechner 17. Juli 2014 um 8:10

          Richtig. Dann kann man aber auch nicht pauschal sagen „Öko“ wäre besser, Öko hat diesselben Themen wie Konvi auch. Immer noch – selbst aus Grünlandregionen: Ich sehe dann nur den nackten Schlachtkörper vor mir und immer noch: Lebensdauer ist nicht Tierwohl, auch ein Schlachtkörper erzählt eine „Geschichte“. Bin wohl zuviel mit Amts-Vets in Gesprächen unterwegs….

        • Stiftung Lebenshof 17. Juli 2014 um 8:16

          zuviel unterwegs macht vermutlich betriebsblind und das sind viele Amtsvets auch. Selbstverständlich ist Öko i.d.R. besser, aber es gibt Ausnahmen und natürlich auch Trends und Bereiche die zu kritisieren sind, dazu zählt vor allem die Schweine- und Geflügelmast und wie oben gesagt, die Höfe die Rinder eigentlich konventionell halten, aber mit Biofutter füttern, die haben m.E. den Biogedanken nicht verstanden.

        • Mirjam Lechner 17. Juli 2014 um 8:38

          „Zuviel unterwegs macht vermutlich betriebsbilind und das sind viele Amtsvets auch“. JETZT glaub ich endet eine fachliche Diskussion in Augenhöhe. Schade.

        • Mirjam Lechner 16. Juli 2014 um 17:39

          Doch auch chinesische Babys vertrage und brauchen Milch. Und sie kaufen fleissig deswegen Trockenmilch/-produkte aus der EU ein und zu. Auch Chinesen sind wie Europäer „Säuger“ und zählen zu den „Mamma-lia“ die eine Menge Evolution investiert haben um aus pflanzlichen Nahrungsmitteln – hochwertige „tierische“ Fette und Eiweiße zu generieren für ihren Nachwuchs.

        • Stiftung Lebenshof 16. Juli 2014 um 20:32

          und wie haben die Chinesen nur überlebt und sich vermehrt als es vor 10 Jahren bis zurück in die Urzeit keine deutschen Milch- und Fleischexporte nach China gab?

        • Mirjam Lechner 16. Juli 2014 um 21:21

          Wieviel Menschen hatte China bis vor 10 Jahren und heute? Und wie hoch lag die Kindersterblichkeit in der „Urzeit“?! Vielleicht wollen wir mal Gapminder bemühen zur Bevölkerungsentwicklung oder die WHO zur (Unter-)Versorgung in Ländern.

        • Stiftung Lebenshof 16. Juli 2014 um 22:02

          die Bevölkerungsentwicklung in China ist seit 10 Jahren rückläufig umgekehrt zum Wohlstand und nur deshalb können die sich deutsche Milch leisten, das ist aber weder sinnvoll noch irgendwie notwendig, noch ändert es die Kindersterblichkeit

    • Beispiel MLP Baden-Württemberg gelesen? Die Zellzahlen SINKEN mit durchschnitlicher Betriebsgröße UND der Milchleistung. Spannenderweise sind „alte Rassen“ wie die Vorderwäldler nicht besser in der Milchleistung als Fleckvieh oder Braunvieh http://www.lkvbw.de/zellzahlergebnisse_2013.html
      Und ganz spannend wird es vs der Abgangsursachen – als Sekundäre Leistungsmerkmale und Durchschnittsalter der Kühe. Sehr deutlich – warum sollte man eine Kuh 20 Jahre lang halten – wenn sie ganz natürlich unfruchtbar wird und kaum mehr Milch gibt? Vorderwäldler http://www.lkvbw.de/sekundaere_leistungsmerkmale_2013.html

      • Stiftung Lebenshof 14. Juli 2014 um 20:47 Antworten

        ich sehe alle meine Aussagen in den MLP Daten bestätigt, bei Hinterwäldern gehen 30% wegen zu hohen Alters vom Hof und nicht wegen Krankkeit, bei HF sind es gerade mal 4%

        • Mirjam Lechner 15. Juli 2014 um 7:49

          Das was man sieht – ist auch, das die geringe Population von Vorder- und Hinterwäldlerzucht a) staatliche Prämien zur Erhaltungszucht bekommt und es b) davon nur noch 7.000 Kühe gibt. Mich würde interessieren, wie viel dieser Tiere in Anbindehaltung (im Winter/7 Monate falls Weideaustrieb im Sommer) stehen, weil sich z.B. bei Fundamentproblemen eben Tiere in Anbindehaltung kaum mit Mortellaro infizieren. Durch meine Zeit am Schlachthof/Rind habe ich eine sehr praxisnahe und differenzierte Einstellung zum Thema „Lebensalter & Gesundheit“ und auch „Vorteile von Öko-Haltung“, die mir erst in den letzten Wochen bestätigt worden sind aus dem Bereich Fleischbeschau und Lebensmittelsicherheit (Ba-Wü!): ICH esse kein Öko-Fleisch WEIL ich weiß, wie diese am Schlachthof ankommen. Lebensalter = Tierwohl..!? Never.

        • Stiftung Lebenshof 15. Juli 2014 um 9:25

          Behauptungen ohne Belege! Viele Kinder glauben auch an lila Kühe

        • Mirjam Lechner 15. Juli 2014 um 10:59

          Belege!? Schreit derjenige, der selbst hier kaum/keine Links beifügt bzw. nur diejenigen bringt, die er von anderen hat. Wie gesagt, ich bin heute wieder im größten Schlachthof Süddeutschlands und habe in meiner Ausbildung schon ein halbes Jahr mit Schlachtkörper sortieren zugebracht und ICH brauche keine BELEGE, damit ich weiß: Öko-Tiere sind nicht gesünder (einfach mal bei Prof. Dr. Sundrum anrufen, der macht seit Jahren die Berichte/Screenings) und ich bin nicht dafür verantwortlich, dass Sie sich in einem „Glaubensturm“ einzementieren. Ihre Kühe sind nicht lila aber ihre Öko-Kühe sind heilig. Das ist dasselbe.

  2. Das Rinder in der Natur 20 Jahre alt werden konnten, ist durch nichts bewiesen, denn die Vorfahren unserer Hausrinder hierzulande sind ausgestorben. Andere Wildrinder lassen ein so hohes Alter ebenfalls absolut nicht vermuten, es sei denn im Zoo oder eben: in Obhut der Milchviehhalter. Die erste öffentlich gefeierte 100.000l Kuh gab es bereits zu Anfang des vorigen Jahrhunderts, ähnlich hohe Leistungen sind in den traditionellen Milchviehgebieten auch schon aus der Zeit vor der Vereinsmässigen Milchleistungsprüfung (gegr. 1884) bekannt, als das Durchschnittsalter der Milchviehherden noch in ganz anderen Bereichen lag. Das sich diese Genetik in den letzten Jahrzehnten schneller verbreiten konnte als in der Zeit vorher, liegt zgT an der Einführung der KB, und nicht an etwa veränderten Haltungsbedingungen: die übliche Haltungsform der Milchkühe war jahrhundertelang (bis in die 1970er Jahre) die Anbindehaltung mit Sommerweide, oft auch nur Sommer-Tagesweide, bei der die Tiere insgesamt wesentlich weniger Bewegungsfreiheiten und Kuhkomfort hatten als im heutigen Laufstall ohne Weidegang.

    Vergleicht man das durchschnittliche Alter in Mutterkuhherden, die ja in etwa dem entsprechen, was man sich als „tiergerecht „für Milchkühe als Laie vorstellt, stellt man fest, daß auch diese Tiere, trotz geringer Milchleistung, Weidehaltung und Familiengruppen (mit Kälbern bei Fuß) und keiner weiteren Nutzung im Durchschnitt nicht älter als 6 Jahre werden.

    Dazu kommt, daß die Vorfahren unserer Milchkühe eben gerade keine Weidetiere waren, sondern Waldrandbewohner, und auch keine reinen Grasfresser, sondern anteilig Zäh-Äser, d.h. Laub und Zweige zur Ernährung verwendet haben. Die Veranlagung hierzu ist im Lauf der Zuchtgeschichte verloren gegangen, wie man bei der Rückzüchtung der „Heckrinder“ gut feststellen konnte, während das Verhalten der deckungliebenden Waldrandbewohner heute noch gut zu erkennen ist: bietet man auf einer beliebigen freien Fläche Deckung an, sei es als Wald, als Unterstand oder am Stall, wird diese auch gern und häufig genutzt (insbesondere bei Regen , Wind und Hitze: Hitzestreß beginnt beim Rind bereits bei Temperaturen über 20°C )

    Inwieweit man bei der Zucht der Milchkühe da hätte „aufhören“ können, wo die Grenze der aus dem Grundfutter zu erzeugenden Milch ist, kann man natürlich außerhalb der Marktwirtschaft diskutieren, Fakt ist jedoch: der ganz überwiegende Teil aller Milchkühe heute hat eine genetisch bedingt höhere Milchleistung, die auch gefüttert werden muß, eine Untervesorgung nach „Low-Input“ ist und bleibt eine Unterversorgung. Wer für eine Milchproduktion auf der Basis von geringer leistenden Tieren ist, muß sich solche Genetiken wieder erzüchten, und dann eben doppelt so viele Tiere halten wie zur Zeit, mit mehr als doppeltem Flächenanspruch (zusätzlicher Erhaltungsbedarf) und doppelter Stallfläche, doppelter Technik, doppelter Arbeitszeit und vor allem: mit doppelt so viel anfallenden Kälbern = Fleisch. Ich persönlich kann nicht erkennen, daß gerade letzteres im Trend läge.

    Das Enthornen von Rindern ab Beginn der 80er Jahre fällt zusammen mit der Einrichtung von Laufställen, die Unfallstatistik in den Jahren dazwischen läßt sich nachlesen. Inzwischen werden hornlose Rinder (aus natürlicherweise hornlosen Rassen) für entsprechende partielle Verdrängungskreuzungen genutzt, so daß sich das Thema in einigen Generationen erledigt haben sollte.

    • Stiftung Lebenshof 6. Juli 2014 um 18:13 Antworten

      ich habe doch bereits oben erklärt dass mit natürlichem Alter das biologisch mögliche Alter gemeint war und nicht das Durchschnittsalter von Wildrindern. Seit Big Berta aus Irland wissen wir, Kühe könnten 48 Jahre alt werden.

      Und es bleibt dabei, die Haupterklärung dass das Durchschnittsalter sinkt ist weniger Tierwohl, denn mangelnde Leistung ist erst Abgangsursache 3 oder 4 (je nach Daten) D.h. die Zucht auf Leistung verkürzt das Leben und ist somit nach Definition eine Qualzucht und eigentlich nach TSG verboten.

      Wie kommst Du auf die abstruse Idee dass Mutterkühe nur 6 Jahre alt werden? Quelle? Meine Daten liegen zwischen 8 und 10 Jahren je nach Bundesland. Da Biomilchkühe auch 1 Jahr älter werden als konv. aber auch weniger Milchleistung haben, ist die Korrelation zwischen steigender Leistung und sinkendem Abgangsalter doch eindeutig belegt.

      Selbstverständlich fordere ich nicht: Kühe mit Leistungsgenetik nicht auszufüttern, sondern einen grundlegenden Wechsel in der Ausrichtung der Milchviehhaltung, besonders der Zucht, wieder hin zu grundfutterbetonten Zweinutzungsrindern und letztlich Pflicht zu Weidegang und muttergebundener Kälberaufzucht.

      Der Fleischabsatz sollte kein Problem sein, da ja zur Zeit ökologisch sinnlos Mutterkühe gehalten werden und Geflügel/Schweine in Massentierhaltung produziert werden, wir haben ja auch zuviel Milch, der Überschuss landet in China, es kann nicht sein, dass wir in D Kühe tierquälerisch halten und züchten um den Chinesen subventionierte Milch liefern zu können.

  3. Wollt ihr wirklich, dass Kühe 20 Jahre alt werden? Und was dann mit ihnen machen – das uralte Fleisch in die Tierkörperbeseitigungsanstalt geben? Nein, es ist auch so, dass die Tiere zu Schlachtung gegeben werden, weil dort aus Tieren Fleisch = Lebensmittel gemacht wird. Und aus dieser Perspektive will die Schlachtbranche und auch ergo der Verbraucher keine „Ur-Kuh“ sondern eine ausgereifte Schlachtkuh mit 3 – 5 Jahren. Was soll jetzt daran falsch sein (wenn man die reine Lebensalter-Diskussion betrachtet). Soll die Kuh erst in die „Menopause“ kommen bis man sie schlachten darf?

    • Stiftung Lebenshof 11. Juli 2014 um 10:39 Antworten

      Für „Wurstkühe“ spielt das Alter laut Aussage unseres Schlachthofes keine Rolle, es ist kein Unterschied für die Wurst, ob die Kuh mit 7 Jahren oder mit 17 Jahren von Hof geht. Aus globalen ethischen Gründen (Welthunger) und Umweltgründen haben wir zuviel Fleisch und somit ist das Argument der Verwertung nicht so stark zu bewerten im Vergleich zum Tierwohlgewinn durch längere Lebensdauer, denn wie gesagt, die kurze Nutzungsdauer in der heutigen Milchviehhaltung und die Tatsache dass Hauptabgangsursache nicht zu wenig Leistung ist, sondern immer Krankheiten ist ein eindeutiges nicht widerlegbares Indiz für mangelndes Tierwohl und widerspricht der Behauptung heutigen Milchkühen würde es im Vergleich zu früher besser gehen.

      • Das mag für magere HF gelten, für FV oder Fleischkühe gelten hier ganz andere Bedigungen. Hier gehen die sog. „Pistolen“ als Zuschnitt also Keule mit Roastbeef hochpreisig als Braten/Steakfleisch nach Frankreich und die Vorderviertel in die Patty Produktion für Mc & Burger-King. Warum sollte man eine alte Kuh mit sinkender Leistung halten – wenn man
        am Schlachthof gutes Geld für eine Fleischkuh bekommt und junge, fitte
        Färsen bereit stehen? Und deswegen widerspreche ich, beispielweise die Lebensdauer der FV-Kühe in
        Bayern ist stark bedingt durch das Schlagwort „Luxusremontierung“. Es wird in Namibia kein Kind mehr satt, wenn hier auch nur eine Kuh mehr oder weniger in Bayern gehalten wird. Ebenso ist der Fleischkonsum in Südamerika viel größer als bei uns in kg/Person, meine Sorge ist: Dass hier das Thema Kaufkraft schlichtweg unter den Tisch fällt. Nahrungsmittel werden immer dorthin wandern (siehe Landgrabbing der Chinesen in Afrika) woher die Devisen kommen.

        • Stiftung Lebenshof 14. Juli 2014 um 9:57

          in dem gezeigten Video/Beitrag geht es um HF! nicht um Fleischrassen oder Mutterkühe. Und die vorhandenen Statistiken der MLP zumin. hier in BaWü widersprechen eindeutig der abstrusen Behauptung, es gäbe eine Luxusremontierung. Und selbstverständlich sichert der Verzicht auf subventionierten Fleischmüllexcport wie Hähnchen und Abfall der Schweineschlachtung in Afrika die Existenz von Kleinbauern und verhindern somit Hunger. Aber kolonialistisches oder christlich missionarisches Denken ist weit verbreitet, wie man hier sieht.

        • Mirjam Lechner 14. Juli 2014 um 18:34

          In Ihrem Posting geht es um den Faktor „Tierwohlindikator“ Nutzungsdauer und ich habe Ihnen erklärt, warum er als ubiquitäres Messinstrument für Tierwohl nicht geeignet ist.

        • Stiftung Lebenshof 14. Juli 2014 um 20:41

          Nutzungsdauer als Indikator für Tierwohl gilt unbestreitabr bei der häufigsten in D gehaltenen Milchviehrasse und das sind HF

  4. @ Stiftungs Lebenshof, diskutieren sie mal bitte mit Berufsgenossenschaften zur den internen Statistiken von Hornverletzungen durch Kühe und dem enormen Nord-Süd-Gefälle. Rinderhaltung gehört so schon zu der unfallträchtigsten BG-Abteilung und ja auch aus Bio/Demeterbetrieben liegen Unfälle vor.

    • Stiftung Lebenshof 11. Juli 2014 um 10:35 Antworten

      das haben wir mehrfach versucht und wie gesagt, es gibt keine öffentliche Statistik die das belegt, „interne“ Statistiken werden nicht herausgegeben, nach unserem Sachbearbeiter gibt es auch keine. Die BG´s haben vor Jahren Demeter zwingen wollen zu enthornen und sind bekanntlich gescheitert. RInderhaltung ist sicher nicht ungefährlich, aber das hat wenig mit den Hörnern zu tun, sondern generell mit der Mensch-Tier-Beziehung und das ist wissenschaftlich mehrfach untersucht worden (S. Waiblinger et.al.)

      • Ich kenne die Waiblinger Forschung und ich kenne auch die Realität weil ich schon mal interne Statistiken der BG gesehen habe. Und auch die BG das bei Demeter versucht hat – WEIL eine Demeterbäuerin schwer verletzt worden ist und enthornen wollte.

        • Stiftung Lebenshof 14. Juli 2014 um 10:01

          ich kenne 2 Bauern die wurden von enthornten Bullen auf der Weide getötet, das ist doch DAS Argument für Vollgasbauern sofort mit der Weidehaltung aufzuhören und wozu Bullen, wenn es ET und KB gibt. Man kann sich jeden Einzelfall, der bedauerlich ist, als Argument für ein Gesetz zurechtlegen. Meine Erfahrung ist eine andere, ich kenne keinen einzigen Fall von schlimmerer Verletzung durch Kuhhörner und war viel auf Schweizer Alpen unterwegs, wo glücklicherweise die meisten Tiere stolz ihre Hörner tragen und zum melken in den Hütten 2* tgl. angebunden werden müssen, in engen dunklen verwinkelten Alphütten und das von Menschen die oft noch nicht viele Jahre Erfahrung als Senn haben. Es wird immer Menschen geben, die das Gegenteil behaupten und es nicht belegen können, so wie hier!

        • Mirjam Lechner 14. Juli 2014 um 18:33

          Ich kenne auch Frauen die Hengste reiten, also ist es nur gut und billig, das Kastrieren/Reiten von Hengsten zu verbieten. The same…

        • Mirjam Lechner 14. Juli 2014 um 18:36

          Na, dann sprechen Sie mal mit der LSV Oberbayern-Franken.

  5. Um überhaupt auf 100.000 Liter Milch zu kommen, müssen Kühe schon mal mindestens 13 Jahre alt werden. Die meisten dieser wertvollen Kühe sind noch ain paar Jahre älter. Ein Alter von 20 Jahren erreichen Kühe „in freier Wildbahn“ nicht, das geht vielleicht im Zoo – wenn denn dort Kühe gehalten würden. Niemand käme wohl auch auf die Idee, das „natürliche Lebensalter“ des menschen mit 123 Jahren anzugeben, nur weil ein einziger Mensch mal so alt geworden ist.

  6. Wenn die Kälbchen zu beginn sowie die Biestmilch bekommen, wieso werden sie dann nicht auch mit der Mutterkuh gehalten, sondern isoliert?


[zum Anfang]

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert