20 Jul 2014

Trennungsschmerz bei Kuh und Kalb

In der Milchviehhaltung werden Kälber früh vom Muttertier getrennt. Immer wieder ist zu hören, dies verursache große seelische Probleme bei Mutter- und Jungtieren. Was es tatsächlich damit auf sich hat, wollten wir von Prof. Dr. Kerstin E. Müller wissen. Sie ist Direktorin der Klinik für Klauentiere an der Freien Universität Berlin und mit den Verhältnissen in Deutschland und der Welt vertraut.

Was ist besser für Kalb und Kuh: die frühe Trennung oder ein möglichst langes Zusammensein? Ist es möglich Kühe  und Kälber auch in der Milchviehhaltung zusammen zu lassen, wie in der Mutterkuhhaltung? Welche Möglichkeiten bietet eine enge Mensch/Tier-Beziehung bei der Kälberaufzucht? Dies und weitere Fragen werden im Interview beantwortet.

[zum Anfang]
  • Dirk Hesse

    Vielen Dank fuer diesen Film. Eine sehr sachliche, aber auch anschauliche Darstellung dessen was tatsaechlich Fakt ist!

  • Guest

    Was für ein Schwachsinn, hier kann man sehen, wie schlimm so eine Trennung ist: https://www.youtube.com/watch?v=IzOjqeKdYn8

  • Bianca Witt
    • Jochen NV Böhrer

      Ach.. die Frau Witt. Hier auch ein schöner Film:

      https://www.youtube.com/watch?v=q3aAtzcLJdE

    • Jochen NV Böhrer

      Wenn ein Trennungsschmerz vorhanden wäre, würden Kalb und Kuh tagelang schreien. Komischerweise ist es auch in Ställen mit mehreren hundert Kühen und täglichen Geburten still.. kein Geschrei.

      • Barbara Grüblinger

        genau glaub du hast kein Hirn.
        Ich hör immer Kühe nach den Kälber schreien.
        es ist sehr traurig wie die Bauern mit den Tieren umgehen.
        Jeder Bauer gehört eingesperrt so sieht es aus

        • Sandra Steinbrecher

          Es ist sehr traurig, zu sehen wie dein Kommentar mir Kopfscherzen zubereitet.
          Ich hab letztens auch einen Igel schreien gehört, als dieser von einer Katze langsam bis in den Tod gequält wurde.
          Sollen wir jetzt auch die Katze einsperren?

          Würde mich interessieren, wo du sowas immer zu hören bekommst? Ich muss Jochen zustimmen.

      • Astrid Muth

        Die Sklaven vegetieren vor sich hin …

    • Manuela Langer

      Frau Witt, haben Sie eigentlich irgendwas begriffen?
      Das Kalb in Ihrem Video ist bereits mehrere Stunden alt – die Prägung hat stattgefunden.
      In einem guten Betrieb werden die Kälber sofort von der Mutter entfernt und auf den Menschen geprägt. Deshalb ist da kein Trennungsschmerz, kein Schreien.

      • Barbara Grüblinger

        glaub du hast auch nichts begriffen!!!!!!!!
        Was würdest du sagen wenn man gleich nach der Geburt dein Kin wegnimmt?
        Genau das spüren Tiere auch.

        • Manuela Langer

          Barbara Grüblinger, Sie sind es, die nichts begriffen hat. Kühe sind keine Menschen, sie haben Emotionen, aber diese sind etwas anders als unsere. Einer Kuh wird erst bewußt, daß sie ein lebendes Kalb hat, nachdem sie das Kalb kennengelernt hat. Dann allerdings hätte sie Trennungsschmerz. Und genau das ist der Grund, warum man die Kälber sofort wegnimmt (und nicht erst am nächsten Tag) – damit die Tiere sich nicht kennenlernen und damit auch keinen Schmerz empfinden.

          Menschliche Reaktionen auf Tiere zu projizieren nützt den Tieren nicht, im Gegenteil, oft löst dies Handlungen aus, die den Tieren sogar schaden.

          • Sonnenblume

            Dann frage ich mich aber, wieso mir erst kürzlich eine Bäuerin erzählt hat, dass eine neue, aus der Massentierhaltung stammende Kuh nach der Geburt ihres Kalbs bei ihr auf dem Hof mit dem Neugeborenen in den Wald gelaufen und es versteckt hat. Hm? Aber ich habe bereits mitbekommen, mit welchem Halb-Pseudo-Wissen du hier zu glänzen versuchst und dich aggressiv über andere Menschen stellst. Sorry, der Kommentar war jedenfalls Blödsinn!

          • Manuela Langer

            Tja, solche Einzelfälle gibt es – WENN man nicht auf seine Tiere aufpasst. Überleg mal, wie die Kuh überhaupt in den Wald gelangen konnte. Im Stall war die jedenfalls nicht.
            Und aggressiv sind hier ganz andere – du auch.

          • Sandra Steinbrecher

            Da gebe ich Manuela recht.
            Tiere fühlen anders als Menschen. Es gibt bei jeder „Rasse“ andere Verhaltensmuster und Ausnahmefälle.
            Es gibt Tiere, die verlassen nach der Geburt ihr Jünglinge. Andere wiederum Fressen sogar ihre eigenen Kinder.

            Wenn Menschen sich in Tiere hineinversetzen sollen, (so wie du sagst). Warum fressen wir nicht unsere Kinder? Warum bringen wir die nicht um, sobald diese von einem anderen Menschen berührt wurden.

            Menschliche Emotionen sind nicht übertragbar auf Tiere. Genause wie unter den Tieren selbst, jede Emotion anders ist.

            Auch für dich gilt, erst denken, dann handeln.

            PS.: Denkt auch jemand an das Gras, die werden Grausam von den Tieren gefressen. :,(

          • Sonnenblume

            Du meinst sicher „jede Art“, nicht Rasse 😉
            Aber so klug wie du dich gibst, weißt du das eigentlich bestimmt, nicht wahr 😉

            Ich bezweifle gar nicht, dass Tiere je nach Art anders denken, fühlen, handeln. Im Tierreich herrscht sicherlich vor allem die Reiz-Reaktion vor. Aber viel wissenschaftliches gibt es zu diesem Thema nicht.
            Ob Tiere nun Emotionen haben, ist also pure Spekulation. Aber wenn hier schon aus Eigenbeobachtungen argumentiert wird, dann bringe ich eben gerne Gegenbeispiele vor, die auch gegen das Argument von z.B. Manuela Langer sprechen.

            Meiner Meinung nach ist es ziemlich ignorant, alle anderen Meinungen einfach mal so wegzuwischen, und das ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage.

            Und falls es der ein oder anderen Person entgangen sein sollte, weise ich gerne daraufhin, dass der menschliche Organismus vom pflanzlichen bedeutend mehr abweicht als von so manch tierischem.

            Die Frage, weshalb wir nicht unsere Kinder fressen, verstehe ich in diesem Zusammenhang einfach nicht. Vielleicht magst du sie mir nochmal erklären? Sehe darin bisher leider überhaupt keinen Sinn.

          • Johannes Binder

            Nicht so schnell: Einen Post weiter argumentierst du doch, wir dürften tun, was andere Tiere auch tun. Diesem Kommentar entnehme ich hingegen, wir sollen eben genau nicht so handeln wie in der Natur. Das halte ich für widersprüchlich (sowieso wäre beides ein naturalistischer Fehlschluss, also nicht sehr aussagekräftig).

            Auch ich gebe Manuela recht. Es ist wohl in der Tat keine gute Idee zu versuchen, menschliche Reaktionen auf (andere) Tiere zu projizieren. Argumentativ wirfst du selbst hier aber gerade einiges durcheinander: menschliches Emotionen auf andere Tiere zu übertragen ist etwas anderes als tierische Emotionen auf den Mensch zu übertragen und somit nachzuvollziehen, wie andere Tierarten denken. Gegen ersteres hat sich ja Manuela klar ausgesprochen; letzteres Denken, gegen welches du hier plädierst, hat vielmehr erst zu der Erkenntnis geführt, warum sich das Empfinden nach der Geburt bei Kühen und Frauen so unterscheidet.

          • Astrid Muth

            Die Tiere essen Gras, um zu überleben … wir essen Tiere aus Spaß, aus Gewohnheit … wir töten somit aus Spaß … aus Mitgefühllosigkeit … aus Dummheit …

          • Astrid Muth

            Kühe sind 9 Monate schwanger, meist werden sie gewaltsam geschwängert von irgendwelchen Bauern, danach wird ihnen das Kälb weggenommen. Das ist krank und gewalttätig … Wenn wir keine Gewalt wollen, müssen wir aufhören gewalttäig zu sein.

          • Manuela Langer

            Da ist nichts „gewaltsames“ an der Besamung, im Gegenteil: Der Bulle auf der Weide ist wesentlich weniger rücksichtsvoll als der Bauer. Wenn die Kuh bullig ist, duldet sie die Besamung. Wenn nicht, dann wäre sie gar nicht möglich.

  • Kathrin Naumann

    Frau Witt: Aus tgl. Erfahrung…meine persönliche Sicht zum Thema. Ja, in vielen Milchviehbetrieben werden die Kälber am ersten Lebenstag von der Mutter getrennt. So auch bei uns. Ich habe allerdings nicht den Eindruck, dass dies für Kälber und Kühe grausam ist. Keiner von beiden schreit, oder ruft nach dem Anderen. Sowohl Kuh als auch Kalb fressen bzw. saufen nach der Trennung normal, (das Einstellen/Reduktion der Nahrungsaufnahme wäre ein sicheres Zeichen für jeden Landwirt, dass etwas nicht stimmt). Uns Menschen (insbs. Frauen) erscheint die Trennung evt. als „grausam“, weil wir unsere Erfahrungen, Emotionen auf das Tier übertragen, aber diese Projektion ist hier, meines Erachtens, fehl am Platz. Auf welchen Erfahrungen beruhen eigentlich ihre Aussagen ?

    • Barbara Grüblinger

      es ist grausam wenn die getrennt werden. was würdest den du sagen wenn man dein Kind mach dem ersten Tag wegnimmt? also denk darüber nach. denk auch gleich darüber nach kein Tier zu essen den es sind Lebewesen die Gefühle, Schmerzen und so fühlen können wie wir Menschen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

      • Sandra Steinbrecher

        Tiere essen doch auch andere Tiere? Sollen die nun auch damit aufhören?
        Und denkt doch jemand an das Gras :,( . Die haben auch Gefühle!

        Barbara, ein Tipp für´s Leben. Erst lesen, dann denken, dann über das Gedachte nachdenken und dann kannst du dich äußern, sodass es nicht „abwegig“ klingt.

        • Johannes Binder

          Andere Tiere können aber auch nicht über sowas wie Ethik oder Moral nachdenken, der Mensch schon. Im Gegenteil, viele Tiere (Karnivoren) brauchen Fleisch, um zu überleben, wohingegen die meisten Menschen Wahlfreiheit im Bezug darauf, was sie essen haben. Dies bringt mich zu der Ansicht, dass die Ernährungssituation des Menschen nicht pauschal mit der übriger Tiere verglichen werden kann.

          Und na ja, das mit dem Gras war doch hoffentlich nicht ernst gemeint? 😀

        • majamia
      • Angela Cordes

        Schwachsinn! Das ist ein Vergleich von Äpfeln und Birnen!!

  • Angela Cordes

    Das Kalb wird wohl eher Hunger haben….

  • Pingback: Sag nein zur Milch? | Meinung Wahn Gesellschaft()

  • Astrid: wovon wächst denn Dein Essen? Du lebst doch auch nicht ohne Tierhaltung, und von einer Weide wird der Dünger für Deine Lebensmittel auch nicht gesammelt. Rückführung und geschlossene Kreisläufe gibt es nur aus dem Stall.

    • Astrid Muth

      Biovegane Landwirtschaft ist möglich und es gibt sie. Wir brauchen heute schon längst niemanden mehr ausbeuten, um gut zu leben. Die Menschen die für die Ausbeutung belohnt werden, werden davon überzeugt sein, dass sie richtig ist, weil sie schließlich Geld dafür bekommen. Wenn wir keine Gewalt wollen, müssen wir aufhören gewalttätig zu sein. Ausbeutung ist Gewalt. Immer mehr Menschen entwickeln Bewusstsein und leiden unter der Gewalt, insbesondere gegen andere Tiere die erst ausgebeutet und wenn nicht mehr genug Geld rauskommt, grausam abgeschlachtet werden. Vielen Menschen ist das schlicht egal. Wenn wir möglichst gewaltfrei leben wollen, müssen wir unser Bewusstsein weiterentwickeln und aufhören zu zerstören … egal welches Leben.

      • Bei „egal welches Leben“ denkst Du daran, daß Pflanzen Minerale sind? Oder wie geht sich das aus?

        Die Informationen über die biovegane Landwirtschaft hätte ich gerne mal in genauer. Bisher ist mir nur bekannt, daß die wenigen Betriebe (10 sind es, nötig für alle Veganer laut VEBU wären 6000, das nenne ich nicht gerade „funktionieren“) Raubbau betreiben, vorzugsweise an den Olivenplantage in Griechenland, an den Braugersteflächen in Deutschland und am absoluten Grünland. Betriebe ohne Raubbau sind mir nicht bekannt, klär mich auf.
        Betriebe, die an die verschiedenen Betriebe der Lebensmittelindustrie „veganes Getreide“ oder „Vegane Gemüse“ liefern sind mir ebenfalls nicht bekannt.

        Kannst Du das mal genauer erklären bzw belegen? (und BITTE nicht mit einer Webseite, die Seite biovegan_org ist mir hinlänglich bekannt, genau das ist der Raubbau)

        Danke im voraus.

        • Astrid Muth

          Menschen die es normal finden, dass wir die Leichen unserer Opfer essen … finden es eben auch normal Tiere zu misshandeln … da sind die sogenannten Angler die behaupten Fische fühlen nichts … um sich so ihren Tötungspaß zu erhalten … dann gibt es Menschen die Kühe vergewaltigen, sie nennen es künstlich besamen … und sie abschlachten … wahrscheinlich reden sie sich ein, dass das den Tieren auch nichts macht … diese Menschen sind nicht erreichbar … in einer Gesellschaft deren Grundlage Gewalt ist … denn sie denken und funktionieren genau im Sinne dieser Gesellschaft …

  • Ich wohne inzwischen im Wolfsgebiet mit viel Mutterkuhhaltung, aber eben auch ab und zu Milchvieh, das versehentlich auf der Weide kalbt. Würden da Kalb und Kuh tagelang nacheinander rufen würden sie alle anderen Tiere schwer gefährden. In der Natur lockt solches Verhalten nur Beutegreifer an.

  • Astrid Muth

    Das Kalb ist wie so viele andere in der Mülltonne gelandet …

  • Astrid Muth

    Die Ausbeutung aus (Ess-)Spaß und Geldgier gehört abgeschafft. Kühe gehören nicht ausgebeutet, die Kälber gehören ihnen und niemand anderem. Die Schlachthäuser gehören geschlossen. Wenn wir keine Gewalt wollen, müssen wir aufhören gewalttätig zu sein … Das Ausbeuten und Abschlachten von Tieren ist grausam und gewalttätig und gehört abgeschafft.